Scheifling liegt etwa neunzehn Kilometer östlich von Murau in der Steiermark, eingebettet in eine von sanften Hügeln geprägte Landschaft. Die Gemeinde erstreckt sich über fünf Ortsteile, darunter Lind bei Scheifling und Sankt Lorenzen bei Scheifling, die heute zur größeren Einheit gehören. Mit rund tausend Einwohnern ist Scheifling der größte dieser Orte, während Feßnach und Puchfeld deutlich kleinere Siedlungen bilden.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr neunhundertdreiundsiebzig, als er unter dem Namen „Sûblich“ auftaucht. Der Name geht auf ein slawisches Wort zurück, das auf Gestrüpp oder Kirschbäume verweist. Im Mittelalter war die Gegend noch stark slawisch besiedelt, wie urkundliche Namenslisten aus der Zeit um tausenddreißig belegen. Wirtschaftlich prägten lange Zeit Hammer- und Sensenwerke das Bild, während die politische Gemeinde erst Mitte des neunzehnten Jahrhunderts entstand.
Heute ist Scheifling vor allem durch seine historische Burgruine Tschakathurn und mehrere Kirchen bekannt, darunter die Pfarrkirche zum heiligen Thomas. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Königheim und hat ein neues Wappen, das Elemente der früheren Wappen von Scheifling und Sankt Lorenzen vereint. Persönlichkeiten wie der Fußballspieler Gernot Jurtin oder der Politiker Karl Schmidhofer stammen aus dieser Region.