Sankt Lambrecht liegt hoch in den Bergen der Steiermark, genauer im Thajagraben zwischen den Metnitzer Bergen. Die Gemeinde ist die höchstgelegene Marktgemeinde des Bundeslandes und wird vom Lambach und seinen Nebenbächen durchzogen. Umgeben von Gipfeln wie der Grebenzen und dem Blasenkogel reicht das Gemeindegebiet von etwa 1028 Metern Höhe bis zu 1892 Metern.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis ins Jahr 1076 zurück, als Graf Markward von Eppenstein hier ein Benediktinerkloster gründete. Später fiel der Ort an die Traungauer und damit an die Steiermark. Im 13. Jahrhundert prägte die Familie Stadauer das Geschehen, deren Oberhaupt sogar Landeshauptmann wurde. Im Zweiten Weltkrieg gab es hier Außenlager des KZ Dachau und Ravensbrück, in denen Häftlinge zu Zwangsarbeit herangezogen wurden. Seit 2015 gehört auch die ehemalige Gemeinde Sankt Blasen zu Sankt Lambrecht.
Das Benediktinerstift St. Lambrecht ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region. Die Stiftskirche mit ihrer bewegten Baugeschichte und der weitläufige Stiftsgarten sind bedeutende Sehenswürdigkeiten. Die eiszeitliche Klamm und der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen bieten Naturerlebnisse. Wirtschaftlich spielen eine Sprengstofffabrik und der Tourismus eine wichtige Rolle. Persönlichkeiten wie der Baumeister Andreas Stengg oder der Fußballspieler Christian Ilic haben hier ihre Spuren hinterlassen.