Pölstal liegt im oberen Tal der Pöls im Bezirk Murtal, Steiermark. Das Gebiet steigt von etwa 900 Metern im Talboden bis über 2300 Meter an und ist größtenteils bewaldet. Zwei Drittel der Fläche sind von Wald bedeckt, während Almen und alpines Gelände weitere Teile einnehmen. Die Gemeinde entstand 2015 durch den Zusammenschluss mehrerer Orte, darunter Oberzeiring, Bretstein und Sankt Johann am Tauern.
Die Geschichte des Tals reicht bis in die Bronzezeit zurück, als hier Silber abgebaut wurde. Oberzeiring wurde erstmals 1265 erwähnt und erhielt 1279 das Marktrecht sowie 1284 das Münzrecht. Der Silberbergbau prägte die Region bis ins späte Mittelalter, wobei das Erz in engen Stollen gefördert wurde. Später entstand mit Schloss Hanfelden ein bedeutendes Renaissanceschloss, das bis heute erhalten ist.
Heute ist Pölstal vor allem durch seine Kirchen und historischen Bauwerke bekannt, darunter die Pfarrkirche in Bretstein und die Friedhofskirche in Oberzeiring. Das ehemalige Silberbergwerk wurde als Schaubergwerk mit Museum zugänglich gemacht. Die Gemeinde bildet mit Nachbargemeinden einen Tourismusverband und lebt von Landwirtschaft, Handwerk und Dienstleistungen.