Die Gmina Sanok liegt im Powiat Sanocki der Woiwodschaft Karpatenvorland und gehört zur historischen Region Rothreußen. Das Gebiet erstreckt sich im vorkarpathischen Hügelland und in der Sanoker Tiefebene, durchzogen von den Flüssen San, Pielnica, Osława und Wisłok. Im Osten grenzt es an die Salzberge und die Niederen Beskiden, wo der Słonny mit 668 Metern die höchste Erhebung bildet. Rund 54 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, während 31 Prozent von Wäldern bedeckt sind.
Nach der Ersten Teilung Polens 1772 gehörte das Gebiet zum österreichischen Kreis Sanok in Galizien und lag lange an der Grenze zwischen Polen und Lemken. Vor dem Zweiten Weltkrieg markierten die Flüsse ethnische Grenzen in dieser wilden Grenzregion. Die Landgemeinde ist heute Mitglied der Euroregion Karpaten und umfasst 31 Ortschaften, darunter größere wie Mrzygłód und Dobra im Norden oder Niebieszczany im Süden.
Besonders sehenswert sind mittelalterliche Dorfkirchen wie die gotische Pfarrkirche von Mrzygłód aus den Jahren um 1410 bis 1420. Ein Kulturweg verbindet historische ukrainisch-orthodoxe Kirchen mit Fresken in Czerteż, Jurowce und anderen Orten. Die Stadt Sanok selbst beherbergt zwei bedeutende Museen: das Museum der Volksbauweise und die Burg. Wanderwege wie der „Weg des Erinnerns“ oder der Radweg „Auf den Spuren von Schwejk“ führen durch die abwechslungsreiche Landschaft des Karpatenvorlands.