Samoëns liegt in den Savoyer Alpen am nördlichen Rand des Giffre-Tals, etwa 46 Kilometer von Genf entfernt. Die Gemeinde erstreckt sich über ein stark gegliedertes Gebiet mit schroffen Kalkgipfeln, Firnfeldern und Karsthöhlen. Der Ort selbst befindet sich auf rund 710 Metern Höhe, während die höchsten Erhebungen wie Les Avoudrues bis auf 2666 Meter ansteigen. Im Osten grenzt Samoëns an Sixt-Fer-à-Cheval, im Süden an Arâches-la-Frasse und im Norden an Morzine.
Die ersten Spuren einer Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde Samoëns 1167. Der Name geht vermutlich auf die sieben umliegenden Berge zurück. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Herrschaft Faucigny, wechselte später mehrfach die Landesherrschaft und wurde schließlich Teil Savoyens. 1476 zerstörten Berner Truppen das Dorf und seine Burg. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich Samoëns zu einem Zentrum des Steinmetzhandwerks, während die umliegenden Alpen die Grundlage für Milchwirtschaft und Käseproduktion boten.
Besonders sehenswert sind die Pfarrkirche Notre-Dame-de-l’Assomption mit ihren mittelalterlichen Wurzeln, die im 17. Jahrhundert umgestaltet wurde, sowie die Steinhäuser im Ortskern. Der botanische Garten Jaysinia und die tiefste Höhle Europas, die Gouffre Mirolda, zählen zu den Attraktionen. Wirtschaftlich prägt heute der Tourismus das Bild, sowohl im Sommer als auch im Winter, unterstützt durch die Nähe zum Grand Massif. Persönlichkeiten wie die Unternehmerin Marie-Louise Jaÿ und der Missionsbischof François-Marie Duboin stammen aus Samoëns.