Taninges liegt in den Savoyer Alpen am Südfuß der Pointe de Marcelly, eingebettet zwischen dem breiten Tal des Giffre und dem Foron. Das Dorf breitet sich in einer Höhe von 644 Metern aus und erstreckt sich über ein weitläufiges Gemeindegebiet von über 42 Quadratkilometern. Im Norden wird das Gelände von den Gipfeln der Pointe de Marcelly und weiterer Kalkberge geprägt, während im Süden der Giffre als rechter Nebenfluss der Arve durch eine breite Kiesebene fließt. Zu Taninges gehören zahlreiche Weiler wie Les Verchères oder Le Praz-de-Lys, das als Ferienzentrum auf einer Hochfläche liegt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1263 unter dem Namen Taningis. Im Mittelalter gehörte Taninges zur Herrschaft Faucigny und entwickelte sich neben dem Kartäuserkloster Mélan, das 1285 von Béatrix de Faucigny gegründet wurde. Nach wechselnden Herrschaften wurde der Ort Teil Savoyens und erhielt im 15. Jahrhundert Freiheitsrechte. Die Lage an wichtigen Handelswegen prägte die Geschichte des Dorfes.
Heute besticht Taninges durch seinen alten Ortskern mit savoyischen Bürgerhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Kirche Saint-Jean-Baptiste entstand im frühen 19. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil, während die Brücke über den Foron und die Kapelle Sainte-Anne aus dem 16. Jahrhundert stammen. Das ehemalige Kartäuserkloster Mélan, dessen Kirche und Kreuzgang teilweise erhalten sind, zeugt von der mittelalterlichen Vergangenheit. Wirtschaftlich profitiert die Gemeinde vom Tourismus, insbesondere durch das nahegelegene Le Praz-de-Lys, das als Wintersportort bekannt ist.