Röschitz liegt im westlichen Weinviertel Niederösterreichs, wo es sich am Übergang vom flachen Land zu den ersten Hügeln ausbreitet. Die Gemeinde umfasst vor allem Äcker und Weingärten, die zusammen fast neun Zehntel der Fläche einnehmen. Vier kleine Orte gehören dazu: Röschitz selbst, Roggendorf, Klein-Jetzelsdorf und Klein-Reinprechtsdorf.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Eisenzeit zurück, als hier Kelten ihre Toten bestatteten. Urkundlich taucht Röschitz erstmals 1197 auf, als ein Adliger dem Stift Eggenburg einen Weingarten schenkte. Im Mittelalter wurde der Ort zum Markt erhoben, doch Kriege, Seuchen und Brände prägten seine Geschichte. Besonders bekannt sind die geheimnisvollen Erdställe, unterirdische Höhlensysteme, die vermutlich vor über tausend Jahren entstanden und als Verstecke dienten.
Heute beeindruckt Röschitz mit seiner spätbarocken Pfarrkirche, deren Innenraum durch Martin Johann Schmidt ausgestaltet wurde. Das Röschitzer-Raritäten-Museum zeigt Alltagsgegenstände vergangener Zeiten, während im Weber-Keller biblische Szenen in Löss gemeißelt sind. Die Gemeinde lebt vom Weinbau und bewahrt mit ihrem Wappen, das Trauben zeigt, diese Tradition.