Eggenburg liegt im Norden Niederösterreichs, wo das hügelige Waldviertel in das flachere Weinviertel übergeht. Die Stadt breitet sich auf einem Granitplateau über der Schmida aus und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben, die etwa ein Achtel des Gemeindegebiets bedecken. Zu Eggenburg gehören die vier Ortsteile Engelsdorf, Gauderndorf, Stoitzendorf und die Heide um Stoitzendorf. Die Region ist Teil der Kleinregion Manhartsberg.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Steinzeit zurück, doch ihre eigentliche Gründung fällt in die Zeit der Babenberger im 12. Jahrhundert. Um 1160 oder 1170 entstand hier eine befestigte Grenzstadt mit Marktfunktion, die erstmals als Eginpurch urkundlich erwähnt wurde. Im Streit zwischen Přemysl Ottokar und Rudolf von Habsburg stand Eggenburg auf der Seite der Habsburger, wofür es 1277 die Stadtrechte erhielt. Im 15. und frühen 16. Jahrhundert erlebte die Stadt trotz kriegerischer Auseinandersetzungen eine Blütezeit, geprägt durch den Abbau des Zogelsdorfer Sandsteins und die Entstehung eines bedeutenden Steinmetzgewerbes.
Eggenburg besticht durch seine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer, die teilweise begehbar ist. Am weitläufigen, fünfeckigen Hauptplatz reihen sich gotische Giebelhäuser aneinander, darunter das berühmte Sgraffitohaus mit seinen Malereien aus dem Jahr 1547. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die romanisch-gotische Pfarrkirche, der Karner als historisches Gebeinhaus und das Redemptoristenkloster. Das Krahuletz-Museum zeigt archäologische und volkskundliche Schätze, während das RRRollipop-Museum ungewöhnliche Kleinkraftfahrzeuge präsentiert. Die Stadt ist zudem für ihre Bahnanbindung an die Franz-Josefs-Bahn bekannt, die seit 1870 eine schnelle Verbindung nach Wien ermöglicht.