Pulkau liegt im nördlichen Weinviertel an der Pulkau, einem Fluss, der das Tal auf etwa 250 Metern Höhe durchzieht. Nach Norden steigen bewaldete Hügel bis über 400 Meter an, darunter der Brenntenberg mit 477 Metern. Die Stadtgemeinde umfasst rund 37 Quadratkilometer, wobei mehr als die Hälfte landwirtschaftlich genutzt wird, etwa ein Achtel Weinberge und ein Viertel Wald.
Fränkische Siedler ließen sich hier unter Karl dem Großen nieder, doch die erste urkundliche Erwähnung der Pfarre stammt aus dem Jahr 1080. Der Weinbau ist seit dem frühen 13. Jahrhundert belegt, und 1308 erhielt Pulkau das Marktrecht. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der Ort immer wieder von Kriegen und Seuchen heimgesucht, etwa durch Hussiten, Schweden oder die Pest. 1985 wurde Pulkau zur Stadt erhoben.
Die St. Michaelskirche und die gotische Filialkirche zum Heiligen Blut prägen das Stadtbild. Eine Wallfahrtskapelle, ein Pranger und historische Höfe wie der Rote Hof zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Jährlich findet das Kürbisfest im Retzer Land statt. Persönlichkeiten wie der ehemalige Landeshauptmann Erwin Pröll oder der Fernsehkaplan August Paterno haben hier gewirkt.