Rietz liegt im Oberinntal zwischen Telfs und Imst, etwa dreißig Kilometer westlich von Innsbruck. Das Dorf erstreckt sich vom Ufer des Inns bis zum Rietzer Grießkogel in den Stubaier Alpen, der sich fast dreitausend Meter über den Meeresspiegel erhebt. Bedingt durch die Tallage erhalten Teile des Ortes im Winter monatelang keine direkte Sonne. Das locker gebaute Haufendorf entstand auf dem Schwemmkegel des Rietzer Bachs, nördlich des Inns schließt ein Naturschutzgebiet an.
Erstmals erwähnt wird Rietz im Jahr 1264 unter wechselnden Schreibweisen wie Riets oder Rietsch. Schon 1325 bildete das Dorf eine eigene Gemeinde, nachdem es zuvor zur Grafschaft Hörtenberg gehörte. Die Pfarrkirche entstand 1334 und wurde später im 16. Jahrhundert erweitert, doch ihr ursprünglicher Kern ist noch erkennbar. Die wechselnde Herrschaft endete mit der Eingliederung ins Gericht Petersberg bei Silz.
Besonders geprägt ist Rietz durch seine drei Kirchen: die katholische Pfarrkirche zum heiligen Valentin, die Wallfahrtskirche zum heiligen Antonius von Padua und die Kreuzkirche. Das Dorfmuseum widmet sich dem Leben in Tirol und der Antonius-Verehrung. Wirtschaftlich setzt die Gemeinde auf sanften Tourismus und kleine Betriebe, während viele Bewohner in anderen Orten arbeiten. Über die Inntalautobahn und die Arlbergbahn ist Rietz gut angebunden.