Reims liegt in der Champagne, einer weiten Ebene im Nordosten Frankreichs, am rechten Ufer der Vesle, die in die Aisne mündet. Südwestlich erhebt sich die Montagne de Reims, deren Weinberge den berühmten Champagner hervorbringen. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs und einer Universität und bekannt für ihre Champagnerproduktion sowie Textil- und Raumfahrtindustrie.
Die Geschichte Reimser reicht bis in vorrömische Zeit zurück, als Kelten hier eine Siedlung namens Durocorter errichteten. Unter römischer Herrschaft wurde die Stadt zur Hauptstadt der Provinz Belgica und erhielt den Namen Civitas Remorum. Im Mittelalter wurde Reims zum Krönungsort der französischen Könige, beginnend mit Chlodwigs Taufe im 5. Jahrhundert. Die Kathedrale Notre-Dame de Reims und der Palast des Erzbischofs, der Palais du Tau, zeugen von dieser glanzvollen Epoche.
Reims prägt ein einzigartiges Ensemble aus gotischer Architektur und Art-déco-Bauten. Die Kathedrale, UNESCO-Weltkulturerbe, war über Jahrhunderte Schauplatz königlicher Krönungen. Der Triumphbogen Porte de Mars und die Basilika Saint-Remi mit ihren farbigen Fenstern zählen zu den bedeutendsten Monumenten. Nach den Zerstörungen des Ersten Weltkriegs entstand die Stadt im Stil der reconstruction neu, etwa mit der Cité-jardin du Chemin-Vert oder dem Grand Théâtre. Die Stadt verbindet damit historische Tradition mit modernem Wiederaufbau.