Pottenstein liegt eingebettet im Triestingtal, umgeben von den bewaldeten Höhen des Wienerwalds. Die Marktgemeinde gehört zum Bezirk Baden und wird vom Fluss Triesting durchzogen, der hier zwischen Weissenbach und Berndorf fließt. Mit seinen über 30 Quadratkilometern Fläche ist das Gebiet zu mehr als vier Fünfteln von Wald bedeckt, während ein kleiner Teil landwirtschaftlich genutzt wird. Die Landschaft wird von markanten Bergen wie dem Waxeneck im Süden und dem Kühberg im Norden geprägt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Zusammenhang mit einer Burg, die einem gewissen Poto von Potenstaina gehörte und im 12. Jahrhundert entstand. Die Kirche, bereits 1155 als Pfarrkirche belegt, wurde im 15. Jahrhundert zerstört und später als Wallfahrtskirche wiederaufgebaut. Nach einem Brand durch osmanische Truppen im 17. Jahrhundert übernahmen die Minoriten den Bau, der sich heute als Mischung aus romanischen, gotischen und klassizistischen Stilelementen zeigt. Wirtschaftlich prägte lange eine Textilfabrik das Bild, doch auch Metallverarbeitung und später die Industrialisierung spielten eine Rolle.
Heute ist Pottenstein vor allem für seine Wallfahrtskirche Maria Trost bekannt, die als kulturelles Zentrum gilt. Das historische Doppelkarner-Wahrzeichen und das Sterbehaus des Dichters Ferdinand Raimund zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Vereine wie der Männergesangsverein oder die Pfadfindergruppe beleben das Gemeinschaftsleben, während die umliegenden Berge Wanderern und Mountainbikern Raum bieten. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Orten gleichen Namens in Deutschland und Tschechien.