Hernstein liegt im Süden Niederösterreichs, dort wo die Gutensteiner Alpen sanft ins Wiener Becken übergehen. Der Hauptort wird vom Augraben durchflossen, während im Nordwesten das Grillenberger Becken mit seinen Zuflüssen wie der Pöllau liegt. Die Landschaft ist geprägt von bewaldeten Höhenzügen wie dem Auf dem Hart und markanten Gipfeln wie der Hohen Mandling im Westen. Kleinfeld und Grillenberg sind weitere Ortsteile, die sich in die Täler und Plateaus einfügen.
Die Geschichte des Ortes beginnt mit den bayerischen Grafen von Falkenstein, die im 12. Jahrhundert eine Herrschaft um Hernstein errichteten. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts übernahm das Hochstift Freising die Kontrolle. Im Lauf der frühen Neuzeit wechselten die Besitzer häufig, bis die Gemeinde schließlich zu einer eigenständigen Verwaltungseinheit wurde. Ein wichtiger Einschnitt war die Zusammenlegung mit den Nachbarorten Grillenberg und Kleinfeld im Jahr 1971.
Heute ist Hernstein vor allem für sein imposantes Schloss bekannt, das Erzherzog Leopold Ludwig im 19. Jahrhundert zu einer prächtigen Historismus-Anlage umbauen ließ. Das Gebäude dient heute als Seminarhotel und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal. Die katholische Pfarrkirche zum hl. Laurenz und das Pechermuseum, das sich der traditionellen Harzgewinnung widmet, ergänzen das kulturelle Bild. In der Umgebung laden Wanderwege durch die Alpenlandschaft und zu den historischen Stätten ein.