Poing liegt in der Münchner Schotterebene, etwa 20 Kilometer südlich von Erding und 11 Kilometer nördlich von Zorneding. Die Gemeinde ist Teil der Region München und grenzt im Norden an Pliening, im Westen an Vaterstetten und im Süden an Markt Schwaben. Durch eigene S-Bahn-Anbindung ist der Ort mit dem Münchner Ostbahnhof verbunden, während die Autobahn A 94 nur wenige Kilometer entfernt ist. Zu den Ortsteilen zählen Angelbrechting und Grub.
Die Geschichte Poings reicht über tausend Jahre zurück, doch bereits vor über fünftausend Jahren siedelten hier Menschen. Ausgrabungen belegen bronzezeitliche Fürstengräber und römische Landgüter, die auf eine frühe kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung hinweisen. Im Mittelalter wurde der Ort erstmals urkundlich als Piuuuingun erwähnt, später folgten verschiedene Namensformen, bis sich 1813 der heutige Name durchsetzte. Poing war Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen und Pestausbrüche, bevor es durch den Bau der Bahnstrecke München–Simbach einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte.
Heute prägt eine moderne Ortsmitte mit Einkaufszentrum, Bürgerhaus und Kirchen das Bild Poings. Das Neubaugebiet Am Bergfeld gilt als Beispiel für eine gelungene Gartenstadt mit Grünflächen und Radwegen. Ein Mahnmal erinnert an die Opfer eines Evakuierungstransports aus dem Jahr 1945, bei dem Häftlinge eines KZ-Außenlagers in Poing zu Tode kamen. Die Gemeinde ehrt zudem Persönlichkeiten wie Max Mannheimer, nach dem ein Bürgerhaus benannt wurde.