Anzing liegt im Norden des oberbayerischen Landkreises Ebersberg, etwa 22 Kilometer östlich von München. Im Westen grenzt die Gemeinde an Poing und Vaterstetten, im Norden an Markt Schwaben, während sich im Osten der Ebersberger Forst anschließt, dessen nördlicher Teil als Anzinger Forst bekannt ist. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Wäldern und sanften Hügeln, die dem Ort einen ländlichen Charakter verleihen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie ein Fund aus dieser Epoche zeigt. Später hinterließen die Römer mit einer Bacchus-Statuette ihre Spuren, während aus der Bronzezeit Schmuckstücke wie ein Dolch und ein Armreif stammen. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 812, als ein Kirchendiener dem Freisinger Hochstift eine Schenkung machte. Im Mittelalter spielten Adelsfamilien wie die Sonderndorfer eine prägende Rolle und errichteten unter anderem die erste Marienkirche. Später wechselten Besitz und Herrschaft mehrmals, etwa als die Armansperger ihren Besitz an Leonhard Höger verkauften, der das Högerische Schloss erbaute.
Heute prägen historische Bauwerke wie die katholische Pfarrkirche Mariä Geburt mit ihrem fünfstimmigen Geläute das Ortsbild. Die Högerkapelle und die Wolfmühle erinnern an die einst mächtigen Familien, während moderne Einrichtungen wie das Rathaus und die Grundschule den Ort lebendig halten. Persönlichkeiten wie der Fußballtorwart Sepp Maier, der den Spitznamen „die Katze von Anzing“ erhielt, oder die Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Katja Wildermuth, haben hier gewirkt. Die Nähe zum Ebersberger Forst und die verkehrsgünstige Lage an der A 94 machen Anzing zu einem attraktiven Wohnort.