Moosach liegt im oberbayerischen Alpenvorland, eingebettet in eine eiszeitliche Moränenlandschaft auf etwa 500 Metern Höhe. Der namensgebende Fluss Moosach durchfließt das Tal, in dem sich das Dorf befindet. Rund um die Gemeinde erstrecken sich bewaldete Hügel, darunter die markanten Moränenrücken, die das Landschaftsbild prägen. Zwei Seen sind besonders bekannt: der Steinsee, ein beliebter Badesee, und der unter Naturschutz stehende Kitzlsee in einiger Entfernung. Fast die Hälfte des Gemeindegebiets steht unter Landschaftsschutz, was die natürliche Umgebung bewahrt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis ins achte Jahrhundert zurück, als Schenkungen an das Bistum Freising dokumentiert wurden. Der Ort entwickelte sich vermutlich aus einer abgegangenen Burg, der Falkenberg, deren Adelsgeschlecht im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt wird. Im Mittelalter besaß das Kloster Ebersberg hier umfangreichen Grundbesitz, darunter Kirchen, Mühlen und Wälder. Die Pfarrei wurde 1315 erstmals urkundlich genannt, und im 16. Jahrhundert entstand das Schloss Falkenberg, das später zur Hofmark erhoben wurde. Nach der bayerischen Verwaltungsreform im frühen 19. Jahrhundert wurde Moosach zur eigenständigen Gemeinde.
Heute ist Moosach vor allem für seine idyllische Lage und die gut erschlossenen Wanderwege bekannt, die zu den Seen und durch die Moränenlandschaft führen. Der Steinsee zieht viele Tagesausflügler aus München und dem Umland an. Neben der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus, die 1777 neu erbaut und später erweitert wurde, prägen historische Bauwerke wie die Wallfahrtskirche in Altenburg und die Filialkirche St. Pankratius in Berghofen das Ortsbild. Schloss Falkenberg und das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude der stillgelegten Lokalbahn erinnern an die Vergangenheit. Künstler und Naturliebhaber schätzen die ruhige Atmosphäre, während mehrere Reiterhöfe und eine Fischzucht das ländliche Leben bereichern.