Sehenswürdigkeiten in Peenemünde
Peenemünde liegt ganz im Norden der Insel Usedom, wo der Peenestrom in die Ostsee mündet. Die Gemeinde wird vom Amt Usedom-Nord verwaltet und gehört zum Landkreis Vorpommern-Greifswald. Südlich schließt sich das Seebad Karlshagen an, während der Peenemünder Haken als Landzunge in die Gewässer ragt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1282, als Herzog Bogislaw IV. ihn der Stadt Wolgast schenkte. Im Dreißigjährigen Krieg landete hier der schwedische König Gustav II. Adolf mit einem großen Heer, um Usedom zu besetzen. Später wechselte Peenemünde durch Kriege und Verträge zwischen Schweden und Preußen hin und her, bis es 1720 endgültig preußisch wurde. Wirtschaftlich lebte der Ort lange vom Fischfang, bis im 20. Jahrhundert die Raketenforschung alles veränderte.
Heute ist Peenemünde vor allem für seine historische Rolle in der Raketentechnik bekannt. Hier entstand in der Heeresversuchsanstalt die V2-Rakete, die später als Aggregat 4 berühmt wurde. Nach dem Krieg nutzten sowjetische und ostdeutsche Streitkräfte das Gelände, bis es 1993 wieder freigegeben wurde. Ein Runenstein im Hafen erinnert an die Wikingerzeit, als die Insel enge Verbindungen nach Skandinavien hatte.
📋 Zahlen & Fakten
- Einwohner
- 370
- Fläche
- 25,74 km²
- Seehöhe
- 3 m
- Bezirk
- Amt Usedom-Nord
- Website
- www.amtusedomnord.de
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