Niederleis liegt im Weinviertel in Niederösterreich, eingebettet am Südosthang des Buschberges und am Südrand der Leiser Berge. Der kleine Taschlbach durchfließt den Ort und vereinigt sich später mit anderen Bächen. Die Gemeinde umfasst etwa zwanzig Quadratkilometer, wobei der Großteil landwirtschaftlich genutzt wird und nur ein kleiner Teil bewaldet ist.
Die Gründung geht auf deutsche Siedler aus Franken zurück, die im elften Jahrhundert hierher kamen und die Dreifelderwirtschaft einführten. Der Name stammt aus dem Slawischen und bezieht sich auf eine kahlere Stelle in der Umgebung. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort gegen Kriegsende Schauplatz heftiger Kämpfe, die Zerstörungen und Opfer forderten.
Prägend ist das Schloss Niederleis, dessen heutige Gestalt aus dem sechzehnten Jahrhundert stammt und das mit wertvollen Kunstschätzen aufwartet. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt entstand zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts nach einem Brand. Der Ort ist umgeben vom Naturpark Leiser Berge, der mit dem Buschberg und dem Oberleiser Berg Wanderwege und Aussichtspunkte bietet.