Ladendorf liegt im Weinviertel in Niederösterreich, wo sich das Gemeindegebiet vom flachen Tal des Taschlbachs, der bei Mistelbach in die Zaya mündet, nach Süden zu den Wäldern Lienenwald und Stocketwald hin ansteigt. Die Landschaft erreicht hier Höhen von über 300 Metern, während das Tal selbst knapp über 200 Metern liegt. Im Norden grenzen die Leiser Berge an das Gebiet, das sich über mehr als fünfzig Quadratkilometer erstreckt. Fast drei Viertel des Bodens werden landwirtschaftlich genutzt, während Wälder etwa ein Fünftel bedecken.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die frühe Bronzezeit und die Zeit der Urnenfelderkultur zurück. Urkundlich erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 1161, doch erst im 16. Jahrhundert wird Ladendorf als Markt bezeichnet. Im 19. Jahrhundert beschreibt eine historische Darstellung das Dorf mit über zweihundert Häusern und einer Grundherrschaft. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt der Ort schwere Schäden durch Kämpfe zwischen deutschen und sowjetischen Truppen, bei denen Zivilisten starben und Gebäude zerstört wurden.
Das Ortsbild prägen historische Bauwerke wie das um 1722 umgebaute Schloss Ladendorf, das im Krieg beschädigt wurde, sowie die Pfarrkirche zum heiligen Andreas aus dem Jahr 1776. Auch die spätromanische Kirche in Grafensulz mit ihrem Kapellenanbau und die erhöhte Pfarrkirche in Herrnleis mit ihrem Schüttkasten zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Persönlichkeiten wie der Maler Franz Rudolf Kunz oder die Journalistin Carmen Sediqi-Ludwig stammen aus Ladendorf, während der Fotograf Heinz Cibulka dort lebte und arbeitete.