Nečtiny liegt in den nordwestlichen Ausläufern des Rakonitzer Hügellandes, eingebettet im Tal des Starý potok. Im Norden erhebt sich der 659 Meter hohe Tafelberg Doubravický vrch, während sich nach Osten ein bewaldeter Hügelzug anschließt. Die Gemeinde wird von mehreren Staatsstraßen durchzogen, darunter die Verbindung zwischen Stříbro und Žlutice sowie die Route von Manětín nach Planá. Zu den umliegenden Orten zählen Doubravice, Zhořec und Mezí im Norden, Nové Městečko im Süden sowie Kamenná Hora im Westen.
Erstmals erwähnt wurde Nečtiny im Jahr 1169, als das Gebiet um Manětín an die Johanniter überging und dabei auch die Netschetiner Grenze festgelegt wurde. Im 13. Jahrhundert besaßen die Bavor von Strakonitz den Ort, bevor er an die Hofkammer fiel. 1330 erhielt Nečtiny Marktrechte und kurze Zeit später entstand die Burg Preitenstein. Im 15. Jahrhundert wurde der Ort während der Hussitenkriege zerstört, doch später wiederaufgebaut. Die Familie Griespek prägte das Schloss im 16. Jahrhundert, während die Mensdorff-Pouilly im 19. Jahrhundert den neogotischen Umbau veranlassten.
Die Gemeinde besticht durch historische Bauwerke wie die Kirche der Hl. Anna aus dem 17. Jahrhundert oder das Schloss Preitenstein, das auf eine Renaissanceanlage zurückgeht. Auch die Burgruine Preitenštejn und das Grab der Hl. Theresa mit seiner pseudoromanischen Kapelle zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Persönlichkeiten wie der Feldmarschalleutnant Karl von Steininger oder der Fotograf Robert Löbl stammen aus Nečtiny. Die deutsche Minderheitengruppe pflegt bis heute die Verbindung zur Geschichte des Ortes.