Najac liegt im Süden des Zentralmassivs auf einem schmalen Bergrücken, wo sich der Fluss Aveyron in einer weiten Schleife windet. Die Landschaft wird von steilen Hängen geprägt, an deren Fuß kleinere Wasserläufe wie die Serène oder die Baye in den Aveyron münden. Der Ort gehört zur historischen Region Rouergue und ist Teil eines als Verwerfung bekannten geologischen Phänomens, das sich bis nach Villefranche-de-Rouergue erstreckt.
Der Ort entstand als mittelalterliche Bastide und verdankt seine Bekanntheit vor allem der mächtigen Burg, die auf den Resten einer älteren Festung aus dem zwölften Jahrhundert errichtet wurde. König Alfons von Poitiers ließ sie im dreizehnten Jahrhundert zu einer königlichen Wehranlage ausbauen, die noch heute das Ortsbild prägt. Neben der Burg zeugen eine romanische Kirche, ein öffentlicher Brunnen und eine alte Steinbrücke von der bewegten Vergangenheit des Ortes.
Najac zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs und bewahrt zahlreiche historische Bauwerke, darunter ein Haus mit einem vierzehnten Jahrhundert alten Turm und ein Stadttor aus dem Mittelalter. Die Umgebung ist reich an Weilern mit kleinen Kirchen, während Persönlichkeiten wie der Politiker Alain Peyrefitte oder der Regisseur Jean-Henri Meunier mit dem Ort verbunden sind.