Mels liegt im Schweizer Kanton St. Gallen, eingebettet zwischen dem Berg Gonzen, dem Rhein und der Seez. Die Gemeinde erstreckt sich vom tiefsten Punkt der Seezebene auf 457 Metern über Meer bis zum Gipfel der Grossen Scheibe auf 2936 Metern. Durch das Weisstannental ist sie flächenmässig die grösste Gemeinde des Kantons. Zu Mels gehören neben dem Hauptort mehrere Siedlungen wie Heiligkreuz, Plons und Ragnatsch sowie die Walserdörfer Schwendi und Weisstannen.
Die Geschichte von Mels reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, als der Hügel Castels besiedelt war. Im Frühmittelalter prägten Klöster wie Disentis und Pfäfers das Gebiet, während die Burg Nidberg aus dieser Zeit stammt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul entstand um 550, und im 9. Jahrhundert gab es bereits vier Kirchen. Nach einer Phase der Reformation kehrte Mels zum katholischen Glauben zurück, und 1654 wurde ein Kapuzinerkloster gegründet. Die Herrschaft wechselte mehrfach, bis Mels 1814 am Aufstand der ländlichen Demokraten teilnahm.
Mels ist bekannt für seine lebendige Musik- und Kulturszene. Der Männerchor Harmonie Mels, gegründet 1850, und die Musikgesellschaft Konkordia Mels, 1875 ins Leben gerufen, gehören zu den ältesten Vereinen der Schweiz. Die Gemeinde beherbergt auch den Turnverein Mels, der in Turndisziplinen mehrfach Schweizermeister wurde, sowie die humoristische Akrobatiktruppe D’Holmikers. Wirtschaftlich war Mels lange von Landwirtschaft und Industrie geprägt, darunter Textilfabriken und Schmelzwerke. Heute verbindet der Ort historische Stätten wie den Geoweg auf dem Hügel Castels mit moderner Infrastruktur und einem gut ausgebauten Verkehrsnetz.