Matha liegt in der sanft hügeligen Saintonge, umgeben von Weinfeldern des Gebiets Fins Bois. Der Ort wird von einer Schleife der Antenne durchzogen, die ihm einst Schutz vor Überfällen bot. Südöstlich von Saint-Jean-d’Angély und nördlich von Cognac gelegen, ist Matha etwa gleich weit von beiden Städten entfernt.
Die Geschichte Mathas beginnt mit einer Burg, die 866 gegen die Normannen errichtet wurde. Berühmt wurde der Ort durch die Heirat der englischen Königin Isabella mit Hugo X. von Lusignan, die später ihre Herrschaft an ihren Sohn abtrat. Im Hundertjährigen Krieg wechselte Matha mehrfach den Besitzer, bis es sich 1649 auf die Seite der Fronde stellte und dafür bestraft wurde. Die Gemeinde wuchs durch Zusammenlegungen im 19. Jahrhundert, nachdem die Reblaus fast alle Weinberge vernichtet hatte.
Heute prägen Weinbau und Cognac-Herstellung das Bild, etwa durch die Destillerie Léopold Brugerolle mit ihrem Mandellikör. Die Gemeinde trägt den Titel „Zwei Blumen“ für ihre blumengeschmückten Straßen. Erhalten sind eine schlichte protestantische Kirche aus dem 19. Jahrhundert und Reste des Renaissance-Schlosses mit seinem markanten Torbau.