Saintes liegt beiderseits der Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine und ist von der historischen Landschaft Saintonge geprägt. Das historische Zentrum befindet sich vor allem am linken Ufer, während am rechten Ufer bedeutende Bauwerke wie die Abbaye aux Dames zu finden sind. Die Stadt ist Sitz einer Unterpräfektur und eines Gemeindeverbands.
Die Wurzeln von Saintes reichen bis in die Antike zurück, als es unter dem Namen Mediolanum Santonum als Hauptstadt der römischen Provinz Gallia Aquitania diente. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Pilgerort auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Nach Zerstörungen während der Religionskriege und einem Wechsel der Präfektur im frühen 19. Jahrhundert wurde Saintes zu einem kulturellen Zentrum.
Bekannt ist Saintes für seine römischen Monumente wie das Amphitheater und den Germanicusbogen, die noch heute Zeugnisse der antiken Vergangenheit sind. Die Kathedrale Saint-Pierre und die Abbaye aux Dames prägen das Stadtbild, während das Festival de Saintes mit Alter Musik und historischer Aufführungspraxis Besucher anzieht. Persönlichkeiten wie der Erfinder der Guillotine oder der Opernsängerin Gaëlle Arquez verbinden die Stadt mit überregionaler Bedeutung.