Saint-Brice liegt im Südwesten Frankreichs, direkt am Nordufer der Charente, nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Der Ort ist von der nahen Stadt Cognac kaum mehr als fünf Kilometer entfernt und gehört zur Region Nouvelle-Aquitaine.
Seine Wurzeln reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie die nahegelegenen Dolmen von Garde-Épée belegen. Später hinterließen die Römer Spuren, etwa Fundamentreste von Thermen. Im Mittelalter entstand um die Kirche Saint-Brice ein kleiner Ort, der im 16. und 17. Jahrhundert durch den Bau zweier Herrensitze geprägt wurde. Wirtschaftlich lebte die Gemeinde stets vom Weinbau, der hier zur Herstellung von Cognac beitrug.
Heute zählt Saint-Brice zur Anbauregion Petite Champagne, die für hochwertige Cognac-Weine bekannt ist. Die romanische Kirche Saint-Brice mit ihrem markanten Vierungsturm und die barocke Schlossanlage der Familie Hennessy prägen das Bild. Auch die prähistorischen Dolmen und das teilweise erhaltene Château de Garde-Épée mit seinem Taubenhaus zeugen von einer bewegten Geschichte.