Lochau liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, eingeklemmt zwischen dem bewaldeten Pfänderstock und dem Bodensee. Der Ort gehört zum Bezirk Bregenz und ist durchschnittlich 416 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Ein Teil des Pfänders, des Hausbergs der Landeshauptstadt Bregenz, gehört ebenfalls zur Gemeinde.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in der Spätbronzezeit in der Wellensteinhöhle am Pfänder. Später betrieben Ziegler am Schanzgraben einen Brennofen, dessen Produkte bis nach Brigantium gelangten. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1186, als „de Lochin“ in einer Urkunde genannt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort Schauplatz von Kämpfen, als schwedische Truppen versuchten, Bregenz anzugreifen. Im Zweiten Weltkrieg bestand hier ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau.
Die Gemeinde ist geprägt durch historische Bauwerke wie die katholische Pfarrkirche, die Burgruine Alt-Hofen und das Renaissance-Schloss Hofen. Ein besonderes Wahrzeichen ist der Ansitz Wellenstein mit seinem markanten Turm. Natursehenswürdigkeiten wie die Wellensteinhöhle und die Klause ergänzen das Bild. Wirtschaftlich war Lochau lange von der Käseproduktion geprägt, heute verbindet der Ort seine historische Substanz mit moderner Infrastruktur wie dem Hafen am Bodensee und dem Pfändertunnel.