Eichenberg liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg, im Bregenzer Bezirk östlich des Bodensees. Die Gemeinde erstreckt sich am Hang des Pfänderstocks und ist zu über sechzig Prozent von Wald bedeckt. Mit dem Hochberg erreicht sie eine Höhe von 1069 Metern, nur wenige Meter höher als der benachbarte Pfänder, der als Bregenzer Hausberg bekannt ist. Durch das Gebiet verläuft das Wirtatobel, eine Wald- und Weidezone, in der eine beliebte Straße, die Wirtatobelstraße, das nördliche Ende der Fluherstraße mit dem Tröger Stüble verbindet. Eichenberg umfasst mehrere Ortsteile wie Jungholz, Lutzenreute und Schüssellehen sowie verstreut liegende Einzelhöfe und ist die flächenmäßig größte Gemeinde im Leiblachtal.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1320 unter dem Namen „Aichberg“, abgeleitet von den hier einst weit verbreiteten Eichenwäldern. Im Mittelalter entstanden durch Rodungen erste Einzelhöfe. Bis ins 16. Jahrhundert gehörte das Gebiet den Grafen von Montfort, bevor es an die Habsburger überging. Lange Zeit blieb die Gegend abgelegen, doch durchquerten wichtige Salzstraßen das Umland. Erst 1839 erhielt Eichenberg eine eigene Pfarrkirche, und 1873 wurde es zur eigenständigen Pfarrei. Nach einer vorübergehenden Eingliederung in die Stadt Bregenz während der NS-Zeit wurde die Selbstständigkeit 1946 wiederhergestellt.
Besonders bekannt ist Eichenberg für seinen Käsewanderweg über den Pfänder, auf dem lokale Sennereien wie in Lutzenreute und Jungholz Bergkäse anbieten. Die katholische Pfarrkirche und die Kapelle St. Michael prägen das Ortsbild, während die Ruine der Ruggburg auf eine bewegte Vergangenheit hinweist. Neben dem Gastgewerbe, das seit dem 19. Jahrhundert Gäste anzieht, sind holzverarbeitende Betriebe und landwirtschaftliche Strukturen prägend. Die Gemeinde verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Infrastruktur und einer malerischen Landschaft.