Lingenau liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, eingebettet in den Vorderen Bregenzerwald auf etwa 685 Metern Höhe. Südöstlich des Bodensees gelegen, ist der Ort von bewaldeten Flächen geprägt, die rund ein Drittel seiner Fläche einnehmen. Als Mitglied des Naturparks Nagelfluhkette verbindet er sich mit der umliegenden Berglandschaft.
Erstmals 1227 als „Lindigenowe“ urkundlich erwähnt, gilt Lingenau als älteste Siedlung des Vorderen Bregenzerwaldes. Jahrhundertelang gehörte der Ort zum Klostergut der Mehrerau und wurde später von den Habsburgern verwaltet. Nach wechselnder Zugehörigkeit zu Bayern und Österreich gehört Lingenau seit 1861 zu Vorarlberg. Ein Bad mit eisenhaltiger Quelle prägte einst den Ort, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg seine Bedeutung verlor.
Die neoromanische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit ihrem markanten Nordturm und die barocke Kapelle hl. Anna auf dem Felde zählen zu den herausragenden Bauwerken. Die Gschwendtobel-Brücke und die Lingenauer Hochbrücke verbinden den Ort mit seiner Umgebung. Ein Quelltuff-Naturlehrpfad zeigt die geologische Besonderheit der Region. Lingenau wurde mehrfach als blühende Gemeinde ausgezeichnet und pflegt eine lebendige Kulturlandschaft.