Andelsbuch liegt im Bregenzerwald, einem bewaldeten Alpengebiet Vorarlbergs, auf etwa 600 Metern Höhe. Rund ein Drittel der Fläche ist mit Wald bedeckt, ein weiterer Teil besteht aus Alpen. Die Gemeinde hat keine weiteren Ortsteile und grenzt an andere Orte des Bregenzerwalds.
Der Name geht auf eine frühe Besiedlung zurück, als sich im 11. Jahrhundert ein Einsiedler namens Diedo hier niederließ und eine kleine Kapelle errichtete. Später gründete ein Kloster aus Konstanz eine Niederlassung, die zwar bald nach Bregenz verlegt wurde, aber als Grundherr blieb. Andelsbuch entwickelte sich zu einem wichtigen Ort mit eigener Gerichtsbarkeit, die bis ins 14. Jahrhundert reichte. Die Bauern organisierten sich in einer Art Selbstverwaltung, der „Wälderrepublik“, mit eigenem Landammann und Verfassung.
Die Pfarrkirche der Heiligen Petrus und Paulus prägt das Ortsbild und wurde im 18. Jahrhundert barock umgestaltet. Ein Symbol der historischen Bedeutung ist die Bezegg-Sul, eine Säule, die an das frühere Rathaus erinnert. Im Ort gibt es alteingesessene Familien, die seit Jahrhunderten hier leben, und das Marienheim, ein ehemaliges Armenhaus, das heute als Wohnanlage dient. Die Umgebung mit ihren Skianlagen zieht Besucher an, und das Kraftwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert zeigt die Verbindung von Tradition und Fortschritt.