Bezau liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, eingebettet zwischen dem Winterstaudenkamm und dem Hinteregger Grat. Das Talbecken an der Bregenzer Ach auf etwa 650 Metern Höhe ist Teil des Bregenzerwalds und öffnet sich nach Westen. Das Gemeindegebiet reicht von der Bregenzer Ach bis zur Gemeinde Mittelberg und umfasst sowohl bewaldete als auch gebirgige Flächen.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit finden sich in Form von Holzkohle aus der Eisenzeit und Getreidepollen aus der Römerzeit. Urkundlich erstmals als „Baezenowe“ erwähnt, entwickelte sich der Ort ab dem 12. Jahrhundert zu einer Dauerbesiedlung. Eine Kapelle bestand bereits im 14. Jahrhundert, doch erst nach dem Bau der neuen Kirche wurde Bezau 1497 zur eigenständigen Pfarrei. Prägend waren auch das Kapuzinerkloster von 1656 und die Rolle als Gerichtsort seit 1806.
Heute ist Bezau bekannt für seine historische Pfarrkirche, das Heimatmuseum in einem Bregenzerwälderhaus und die Museumsbahn Bregenzerwaldbahn. Die Bezegg-Säule erinnert an das ehemalige Rathaus, das als Versammlungsort der Landstände diente. Jährlich lockt das Musikfestival Bezau Beatz Besucher an, während die umliegenden Hochmoore wie das Grebauer Moos unter Naturschutz stehen. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit moderner Infrastruktur, darunter Schulen und ein Bezirksgericht.