Liezen liegt im steirischen Ennstal am Nordrand eines breiten Talbodens, nur etwa einen Kilometer von der Enns entfernt. Der Pyhrnbach mündet hier in den Fluss, und der Pyhrnpass überquert die Kalkalpen Richtung Oberösterreich. Im Westen erstreckt sich das Wörschacher Moos, im Osten das Selzthaler Moos mit dem Zwirtner See. Die Stadt ist Verwaltungssitz des größten Bezirks Österreichs und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.
Die erste Erwähnung der Siedlung stammt aus dem 12. Jahrhundert, als sie unter dem slawischen Namen Luecen in einem Güterverzeichnis des Stiftes Admont auftaucht. Früh prägten der Pyhrnpass und der Eisenerzabbau am Salberg die Wirtschaft. Eine spätgotische Kirche entstand im 15. Jahrhundert, später wurde sie barock umgebaut. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Liezen durch die Industrialisierung, vor allem durch die Eisenverhüttung, und erhielt Bahnanschluss.
Heute ist Liezen eine moderne Stadt mit Industrie, Einkaufszentren und Verwaltung. Historische Bauwerke wie die Kalvarienbergkirche oder das Pesendorfer-Kreuz erinnern an die Vergangenheit. Jährlich finden kulturelle Veranstaltungen wie der Internationale Cellowettbewerb oder das Bergturnfest statt. Die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei ist der größte Betrieb der Stadt.