Lassing liegt in der Obersteiermark, eingebettet zwischen den Rottenmanner Tauern im Norden und den Bergen Blosen und Hoher Trett im Süden. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über Höhenlagen von 750 bis 900 Metern und reicht vom Ennstal bis ins Paltental. Die Bezirkshauptstadt Liezen ist nur etwa acht Kilometer entfernt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Lassing im Jahr 1036 unter dem Namen Laznichove, was auf slawische und althochdeutsche Wurzeln zurückgeht. Die spätgotische Pfarrkirche, fertiggestellt 1513, zeugt von der einstigen Bedeutung als Mutterpfarre von Rottenmann und Liezen. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg Strechau zum Zentrum des Protestantismus, doch nach der Rekatholisierung blieb der Ort weiterhin von Glaubenskonflikten geprägt. 1872 vereinigten sich die beiden Gemeinden Lassing Schattseite und Lassing Sonnseite zur heutigen Gemeinde.
Besonders bekannt ist Lassing für seine Burg Strechau, die auf einem steilen Felsrücken über Rottenmann thront und mit Wehrturm, Rittersaal und Burgverlies beeindruckt. Die Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere besticht durch ihr gotisches Netzgewölbe und barocke Ausstattung. Ein dunkles Kapitel der Ortsgeschichte ist das Grubenunglück von 1998, das als schwerstes Bergbauunglück Österreichs in die Nachkriegszeit einging.