Lich liegt in Mittelhessen, etwa 15 Kilometer südöstlich von Gießen, eingebettet zwischen Taunus und Vogelsberg. Die Stadt breitet sich an einer alten Furt der Wetter aus, die der fruchtbaren Landschaft Wetterau ihren Namen gibt. Während die Kernstadt und die östlichen Teile zum Vorderen Vogelsberg zählen, gehören die westlichen und südlichen Ortsteile zur Wetterau.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, als Jäger und Sammler am Ufer der Wetter ihre Werkzeuge hinterließen. Später hinterließen Kelten und Römer ihre Spuren, wobei das Kohortenkastell Arnsburg als nördlichstes Kastell des Wetteraulimes entstand. Die erste urkundliche Erwähnung als „Leoche“ stammt aus dem Jahr 790, doch bereits im Mittelalter entwickelte sich Lich zu einer kleinen Stadt, die 1300 Stadtrechte erhielt. Prägend waren die Herren von Falkenstein und später die Grafen von Solms, die bis ins 14. Jahrhundert die Geschicke der Stadt lenkten.
Heute ist Lich vor allem für sein historisches Erbe bekannt, darunter das ehemalige Zisterzienserkloster Arnsburg. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit städtischer Infrastruktur und ist bekannt für Veranstaltungen wie den Hessentag, der 1993 hier stattfand. Die umliegenden Stadtteile wie Eberstadt und Langsdorf verleihen der Gemeinde einen dörflichen Charakter, während die Nähe zu Gießen und die Lage in der Wetterau sie zu einem lebendigen Ort in Mittelhessen machen.