Münzenberg liegt im südhessischen Wetteraukreis am Nordrand der fruchtbaren Wetterau, etwa acht Kilometer nordöstlich von Butzbach. Auf 202 Metern Höhe wird der Ort von der Wetter durchflossen und besteht aus den Stadtteilen Gambach, Münzenberg, Ober-Hörgern und Trais. Im Norden grenzt es an Pohlheim, im Osten an Lich und Hungen, im Südosten an Wölfersheim, im Süden an Rockenberg und im Westen an Butzbach.
Die Geschichte Münzenbergs beginnt mit der Burg, die im 12. Jahrhundert für Kuno I. von Hagen-Arnsburg errichtet wurde. Um diese Burg entstand eine Siedlung, die 1245 Stadtrechte erhielt. Nach dem Aussterben der Münzenberger Erbauer wurde der Ort unter mehrere Adelsfamilien aufgeteilt, die ihre Anteile an der Herrschaft gemeinsam verwalteten. Im 16. Jahrhundert setzte sich hier die reformierte Konfession durch. Nach der napoleonischen Zeit kam Münzenberg zum Großherzogtum Hessen und durchlief verschiedene Verwaltungsreformen, bis es 1957 erneut zur Stadt erhoben wurde.
Heute prägen die mittelalterliche Burgruine und die historische Altstadt das Bild Münzenbergs. Die Stadt ist bekannt für ihre gut erhaltene Fachwerkarchitektur und die enge Verbindung zur umliegenden Landschaft. Verschiedene Klöster unterhielten hier einst Wirtschaftshöfe, was auf die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes in früheren Jahrhunderten hinweist. Die vier Stadtteile bilden eine lebendige Gemeinschaft mit eigenen Ortsbezirken.