Mistelbach liegt im nordöstlichen Niederösterreich, im Zentrum des Dreiecks zwischen Wien, Brünn und Bratislava. Die Stadt wird vom kleinen Bach Mistelbach durchzogen, der in der Zaya mündet, und ist umgeben von sanften Hügeln wie dem Trausnitzerberg. Im Norden erstreckt sich der Stadtwald, im Osten der Barnabitenwald, während im Süden die Zayawiesen als Naturdenkmal geschützt sind. Der Ort ist durch die Brünner Straße mit den Nachbarländern verbunden und beherbergt mehrere Stadtteile wie Steinhübel oder Am Pulverturm.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, später siedelten hier germanische Stämme. Im Mittelalter entstand eine Burg am Schlossberg, die den Herren von Mistelbach als Sitz diente. Diese prägten den Ort als wichtigen Straßenknotenpunkt mit Maut und Markt. Nach wechselnden Herrschaften wurde Mistelbach 1372 zum Markt erhoben und erhielt das Recht auf vier Jahrmärkte, die bis heute gefeiert werden. Die Stadt überstand Kriege, Erdbeben und die Pest, bis sie im 16. Jahrhundert unter die Herrschaft der Liechtensteiner geriet.
Heute ist Mistelbach eine lebendige Stadt mit historischen Bauwerken wie dem Karner, dem ältesten erhaltenen Gebäude. Der sowjetische Friedhof und der jüdische Friedhof erinnern an die Vergangenheit. Die vier Jahrmärkte prägen das kulturelle Leben, während die umliegenden Wälder und Wiesen Erholung bieten. Die Nähe zu Wien und den Nachbarländern macht den Ort zu einem wichtigen Zentrum im Weinviertel.