Japons liegt im nördlichen Niederösterreich, genauer im Waldviertel, wo die Thaya im Nordwesten die Gemeindegrenze bildet. Die Landschaft ist von ausgedehnten Feldern geprägt, die fast vier Fünftel der Fläche einnehmen, während Wälder etwa ein Sechstel bedecken. Südlich von Unterthumeritz erinnern Steinbrüche an den einstigen Abbau des Thumeritzer Marmors.
Der Name Japons geht auf das althochdeutsche Wort für Gau oder Lehen zurück und verweist auf eine frühe kirchliche Verwaltungseinheit. Urkundlich taucht der Ort erstmals im Jahr 1336 als Chinjapons auf, während Zettenreith im selben Jahr erwähnt wird. Eine Burg in Unterthumeritz ist seit 1386 belegt, doch der Dreißigjährige Krieg hinterließ tiefe Spuren. Der Marmorabbau prägte später das Bild der Region, bis ins frühe 20. Jahrhundert.
Die barocke Pfarrkirche mit ihren gotischen Spuren und Werken von Johann Jakob Zeiller überragt den Ort. In den umliegenden Weilern stehen Kapellen aus dem 18. Jahrhundert. Japons bleibt eine ländlich geprägte Gemeinde, in der die Landwirtschaft dominiert. Ein Kindergarten und eine Volksschule sichern die Grundversorgung, während die ÖVP seit Jahrzehnten die Kommunalpolitik bestimmt.