Ludweis-Aigen liegt im nördlichen Waldviertel Niederösterreichs, südlich von Raabs an der Thaya. Die Marktgemeinde erstreckt sich über etwa 51 Quadratkilometer, wobei zwei Drittel der Fläche landwirtschaftlich genutzt werden und fast ein Drittel aus Wäldern besteht. In den vierzehn Ortsteilen wie Aigen, Blumau oder Kollmitzgraben leben rund Menschen.
Die Wurzeln reichen bis ins 12. und 13. Jahrhundert zurück: Aigen wurde erstmals um 1230 erwähnt, Ludweis 1242 als Siedlung eines Mannes namens Ludwig. Liebenberg taucht schon 1175 in Urkunden auf. Ludweis erhielt 1363 Marktrechte, während Aigen im 16. Jahrhundert ein Zentrum der Reformation war. Die heutige Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss mehrerer Dörfer, darunter Drösiedl und Kollmitzgraben.
Besonders sehenswert sind das Schloss Drösiedl und die Ruine Liebenberg. Die drei Pfarrkirchen in Aigen, Blumau und Ludweis sowie die Kapelle in Liebenberg prägen das Bild. Persönlichkeiten wie der Historiker Karl Gutkas oder der Komponist Herbert Loskott stammen aus der Region. Die Franz-Josefs-Bahn durchquert den Süden der Gemeinde und verbindet sie mit Göpfritz und Irnfritz.