Hinterstoder liegt im Süden Oberösterreichs, eingebettet in ein hufeisenförmiges Tal des Toten Gebirges. Die Steyr entspringt im Süden und durchfließt das Gebiet von dort nach Norden. Der Hauptort befindet sich auf etwa 600 Metern Höhe, während der Große Priel mit über 2500 Metern die höchste Erhebung bildet. Rund zwei Drittel der Fläche sind bewaldet, nur wenige Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Das Klima ist feucht-kontinental mit reichlich Niederschlag, besonders im Sommer.
Die ersten schriftlichen Spuren führen ins 13. Jahrhundert, doch schon im Mittelalter prägte das Bistum Bamberg die Region. Das Stodertal gehörte lange zur Herrschaft Spital am Pyhrn, die Pilgern auf dem Weg nach Rom diente. Später teilte sich die Gegend zwischen dieser Herrschaft und der landesfürstlichen Herrschaft Klaus. Erst unter Kaiser Joseph II. entstand hier eine eigene Pfarre mit Kirche und Schule, die bis heute das Ortsbild prägen.
Heute ist Hinterstoder vor allem als Wintersportort bekannt, mit Schigebieten wie der Bärenalm und der Höß. Die spätbarocke Pfarrkirche und die historische Jochems-Villa erinnern an die Vergangenheit, während die Dorferneuerung für modernes Ortsbild sorgt. Persönlichkeiten wie General Mark W. Clark und Dwight D. Eisenhower verbrachten hier ihre Ferien. Doch auch Naturschutz und Tourismus stehen immer wieder im Spannungsfeld, wie jüngst beim Streit um ein geplantes Campingressort.