Hérisson liegt im Département Allier, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Forêt de Tronçais. Der Ort schmiegt sich an einen Bogen des Flusses Aumance, der hier in den Cher mündet, etwa 25 Kilometer nordnordöstlich von Montluçon. Mit seinen 32 Quadratkilometern Fläche zählt es zu den kleineren Gemeinden der Region, umgeben von dichtem Wald und weiten Feldern.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis ins 5. Jahrhundert zurück, als eine gallo-römische Siedlung nach ihrer Zerstörung neu besiedelt wurde. Im Schutz einer mittelalterlichen Burg entwickelte sich Hérisson im 11. Jahrhundert zu einem lebendigen Handelsplatz. Die mächtige Anlage der Bourbonen prägte jahrhundertelang das Bild, bis sie 1652 von Jules Mazarin zerstört wurde. Lange Zeit lebte die Bevölkerung von Landwirtschaft und Forstwirtschaft, während der Tourismus erst langsam an Fahrt aufnimmt.
Heute besticht Hérisson durch sein mittelalterliches Flair mit engen Gassen und alten Fachwerkhäusern. Die Ruinen der Burg mit ihren drei Wehrtürmen zeugen von vergangener Stärke, während romanische Kirchen und befestigte Stadttore wie die Porte de la Rivière das historische Erbe bewahren. Der Canyon Le Saut du Loup und der Parc Louis Bignon laden zu Spaziergängen ein. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Maler Henri Harpignies, dessen Werke das 19. Jahrhundert prägten.