Hartenstein liegt im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land, eingebettet in die Hersbrucker Alb. Der Ort wird vom Fluss Pegnitz durchzogen, der mit seinen steilen Felswänden und malerischen Bergmassiven das Landschaftsbild prägt. Zu den markanten Erhebungen zählt der Hirtenberg, der mit seiner Höhe von 566 Metern einen weiten Blick über die Frankenalb bis zur Burg Hohenstein und ins Fichtelgebirge bietet.
Die Geschichte Hartensteins ist eng mit der Burg verbunden, die um 1250 als Pflegamtssitz der Pfälzer Wittelsbacher entstand. Die Burg diente lange als Verwaltungszentrum für die umliegenden Dörfer und wurde 1325 gegen Nürnberger Truppen verteidigt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort durch die Eisenbahnanbindung und den Bau eines Kurhotels in Rupprechtstegen, das zeitweise Weltruhm erlangte. Nach der Gebietsreform 1972 wurden die bisherigen Gemeinden Grünreuth, Hartenstein und Enzendorf zur heutigen Gemeinde zusammengeschlossen.
Heute ist Hartenstein bekannt für seine markanten Felsformationen wie den Löwenfels und den Roten Fels, die Kletterer anziehen. Die Burg beherbergt ein Rittermuseum und eine Gaststätte, während Wanderwege durch die abwechslungsreiche Landschaft führen. Ein besonderes Highlight ist der Kreuzweg zur Kapelle auf dem Frauenberg, der 1947 eingeweiht wurde. Die Gemeinde pflegt zudem eine traditionelle Prozession nach Neuhaus, die alljährlich im Mai stattfindet.