Vorra liegt im Pegnitztal, eingebettet in die Hersbrucker Schweiz, etwa 32 Kilometer nordöstlich von Nürnberg. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Nürnberger Land in Mittelfranken und grenzt unter anderem an Hersbruck und Pommelsbrunn. Mit seinen vier Gemeindeteilen – Alfalter, Artelshofen, Düsselbach und Vorra selbst – erstreckt es sich über eine Gemarkungsfläche von rund neun Quadratkilometern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Vorra im Jahr 1011 unter dem Namen Forehun. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach: Die Reichsstadt Nürnberg erwarb Teile der Hofmark, später baute die Patrizierfamilie Tetzel ein Schloss. Nach der Eingliederung in das Königreich Bayern 1806 entstand 1818 die heutige Gemeinde. Durch die Gebietsreform 1972 wurden Alfalter und Artelshofen eingemeindet.
Bekannt ist Vorra vor allem für seine Marienkirche, eine romanische Chorturmkirche mit wertvollen Fresken und einem barocken Altar. Das heutige Schloss, ein Bau des späten 19. Jahrhunderts, entstand auf den Fundamenten älterer Gebäude und beherbergt heute ein Schullandheim. Persönlichkeiten wie der Theologe Johann Friedrich Stoy oder der SPD-Politiker Hans Vogel stammen aus der Gemeinde.