Etzelwang liegt im Westen des Oberpfälzer Landkreises Amberg-Sulzbach, eingebettet in den hügeligen Oberpfälzer Jura. Das Gemeindegebiet gehört zum waldreichen Naturpark Veldensteiner Forst und ist nur etwa 45 Kilometer von Nürnberg entfernt. Der Hauptort Etzelwang ist ein Pfarrdorf mit einer barocken Kirche, die zwischen 1721 und 1763 entstand.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1059, als der Eichstätter Bischof Gundekar II. eine Kirche in Etzelwang weihte. Der Name deutet auf eine Feuchtwiese hin, die einem Mann namens Azzilo gehörte. Politisch wechselte Etzelwang mehrfach die Herrschaft, von den Wittelsbachern über Pfalz-Neuburg bis schließlich zu Bayern. Die Lage an der mittelalterlichen Goldenen Straße, einer wichtigen Handelsroute zwischen Nürnberg und Prag, prägte die Region mit Burgen und Wehranlagen.
Heute ist Etzelwang vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt, darunter die Burgruine Neidstein mit dem späteren Schloss und die Burgruine Rupprechtstein. Die evangelische Kirche St. Nikolaus und die katholische Kirche St. Martin spiegeln die konfessionelle Vielfalt wider. Wanderer und Ausflügler schätzen die naturnahe Umgebung mit dem Schergenbuck, einem Naturschutzgebiet, das zum Veldensteiner Forst zählt. Ein Freibad und ein Campingplatz bieten zusätzliche Freizeitmöglichkeiten.