Góra liegt in Niederschlesien, etwa 35 Kilometer östlich von Głogów und 90 Kilometer nordwestlich von Breslau. Die Stadt ist Verwaltungssitz einer gleichnamigen Gemeinde und eines Landkreises. Mit ihrer historischen Bausubstanz und der malerischen Umgebung zieht sie Besucher an.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Góra im Jahr 1155 durch eine päpstliche Bulle. Im 13. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte nach Magdeburger Recht und gehörte später zu den Schlesischen Piasten. Wirtschaftlich prägend war die Tuchmacherei vom 15. bis 17. Jahrhundert, später wurde die Stadt für ihre zahlreichen Windmühlen bekannt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel sie an Preußen und blieb bis 1945 Teil Niederschlesiens.
Die spätgotische Pfarrkirche St. Katharina mit ihren markanten Doppeltürmen ist das Wahrzeichen der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Renaissance-Kirche Corpus Christi, Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und ein Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert. Góra ist zudem für seine historischen Windmühlen und das erhaltene Glogauer Tor bekannt. Persönlichkeiten wie der Komponist Valentin Triller oder der Theologe Benno Erdmann stammen aus der Stadt.