Gnas liegt im Südosten der Steiermark, etwa 38 Kilometer von Graz entfernt, eingebettet im Oststeirischen Hügelland. Die einst selbstständige Gemeinde wurde durch Eingemeindungen zu einem größeren Verbund, der sich heute über mehrere Katastralgemeinden erstreckt. Südlich der ehemaligen Bezirkshauptstadt Feldbach gelegen, verbindet der Ort ländliche Idylle mit zentraler Lage in der Region.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Gnas im Jahr 891 unter dem Namen „aqua Knesaha“, der auf ein slowenisches Wort für Fürst oder Großgrundbesitzer zurückgeht. Die Markturkunde datiert aus dem Jahr 1229, doch prägten auch dunkle Kapitel wie Überfälle durch Kuruzzen und Türken die Geschichte. Ein verheerender Brand im Jahr 1822 zerstörte große Teile des Ortes, doch halfen Nachbarorte und Spenden aus nah und fern, den Wiederaufbau zu bewältigen. Seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Gnas zu einem modernen Handels- und Gewerbestandort.
Heute prägen historische Bauwerke wie die katholische Pfarrkirche und der Kalvarienberg das Ortsbild. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die bronzenen Skulptur „la familia“, die die Zusammenlegung der Gemeinden symbolisiert. Zahlreiche Vereine, darunter eine Marktmusikkapelle und eine Volkstanzgruppe, bereichern das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie die Sängerin Anja Plaschg oder der Schauspieler Arnulf Pilhatsch stammen aus Gnas und verleihen dem Ort regionale Bekanntheit.