Feldbach liegt in der Südoststeiermark, eingebettet im Raabtal auf einer ausgedehnten Schotterebene. Die Stadt erstreckt sich über das Südoststeirische Hügelland, das auch Steirisches Vulkanland genannt wird. Die Raab durchfließt das Gebiet von West nach Ost, während von Süden und Norden kleinere Bäche wie der Feldbach oder der Auersbach einmünden. Vulkanische Erhebungen wie der Gleichenberger Kogel prägen die umliegende Landschaft, die durch ehemalige Maar-Vulkane und Tuffablagerungen gezeichnet ist.
Die erste schriftliche Erwähnung Feldbachs stammt aus dem Jahr 1188 unter dem Namen „Velwinbach“. Als Markt wurde der Ort 1265 erhoben, was Handel und Handwerk förderte – etwa durch den „Steinernen Metzen“, ein weit verbreitetes Eichmaß. Im 15. und 17. Jahrhundert erlitt Feldbach schwere Zerstörungen durch Fehden, Türkenkriege und Heiduckenüberfälle, was schließlich zum Bau des Feldbacher Tabors als Schutzanlage führte. Einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte die Ungarische Westbahn 1873, gefolgt von Industrialisierung und Stadterhebung 1884. Auch der Kurbetrieb in Bad Gleichenberg und die Produktion von Feldbacher Zwieback prägten die Stadt.
Besonders sehenswert sind die Pfarrkirche St. Leonhard mit ihrem historischen Kern und der barocken Umgestaltung sowie der Tabor mit seinem Hexenkeller aus dem 15. Jahrhundert. Das Museum im Tabor erinnert an die Feldbacher Hexenprozesse, bei denen Katharina Paldauf zu den Opfern zählte. Regelmäßige Sommerfestspiele mit klassischer Musik und Kabarett sowie der alle zwei Jahre verliehene Stiftungspreis für Landeskunde bereichern das kulturelle Leben. Die vulkanische Vergangenheit der Region zeigt sich noch heute in markanten Erhebungen wie dem Steinberg oder dem Gleichenberger Kogel.