Friedeburg liegt im Landkreis Wittmund in Niedersachsen und erstreckt sich am Ostrand des ostfriesisch-oldenburgischen Geestrückens, wo Ausläufer bis in die nordöstliche Marsch reichen. Mit etwa 164 Quadratkilometern ist sie die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde Ostfrieslands und sehr dünn besiedelt. Die Landschaft ist geprägt von Geest, Moor und Marsch, drei typischen ostfriesischen Landschaften, die hier aufeinandertreffen.
Der Name der Gemeinde geht auf eine Burg zurück, die 1359 erbaut und im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Sie war einst die größte Festungsanlage Ostfrieslands. Im Mittelalter gewann die Region durch Klöster und ihre Lage am Friesischen Heerweg zwischen Oldenburg und der Küste an Bedeutung. Das Stift Reepsholt, das älteste Ostfrieslands, wurde 983 erstmals erwähnt. Heute prägen Landwirtschaft, Tourismus und mittelständische Unternehmen das Bild, wobei viele Einwohner in Wilhelmshaven arbeiten.
Besonders bekannt ist Friedeburg für die unter dem Ortsteil Etzel liegenden Kavernen, in denen ein großer Teil der deutschen Bundesrohölreserve gelagert wird. Die Gemeinde besteht aus zwölf Ortsteilen, darunter Reepsholt und Marx mit ihren bedeutenden Kirchenbauten. Drei ausgedehnte Forste, darunter der Knyphauser Wald, durchziehen das Gebiet, während Hochmoore in Bentstreek und Wiesedermeer zu finden sind.