Jever liegt im nordöstlichen Teil der ostfriesischen Halbinsel, nahe der niedersächsischen Nordseeküste. Die Stadt erhebt sich auf einer flachen Geestzunge, die sich sieben bis acht Meter über das umliegende Marschland erhebt. Im Norden grenzt sie an das Wangerland, im Osten und Süden an Schortens und im Westen an Wittmund. Einige Tiefs wie das Moorlandstief und das Mühlentief durchziehen das Gebiet und dienen der Entwässerung.
Frühe Besiedlungsspuren reichen bis in die jüngere Steinzeit zurück, wie Hügelgräber und Werkzeugfunde belegen. Im 9. Jahrhundert stand Jever unter dänischer Herrschaft, später unter oldenburgischer und welfischer. Als Seehafen verlor es durch Versandung an Bedeutung, blieb aber ein wichtiger Handelsort. 1536 erhielt die Stadt die Stadtrechte, nachdem Fräulein Maria, die letzte Herrin von Jever, die Unabhängigkeit wiederhergestellt hatte.
Die Stadt ist als „Marienstadt“ bekannt und prägt eine Biermarke international. Ihr Schloss, das unter Edo Wiemken dem Jüngeren vollendet wurde, und die Stadtkirche mit seinem Grabmal sind bedeutende Bauwerke. Die Wallheckenlandschaft im Ortsteil Cleverns und der Moorwarfener See zeigen die typische Geestkultur. Ein Spielschiff und der Platzname Schlachte erinnern an den früheren Hafen Hooksiel.