Fehring liegt im sanft hügeligen Raabtal, wo die Raab in alten Armen durch die Landschaft fließt. Der Heißberg mit seinen 440 Metern überragt die Umgebung, während vulkanische Hügel wie der Kuruzzenkogel und der Döllingkogel die Grenzen des Tales markieren. Die Stadt selbst thront auf einem kleinen Sockel über dem Talboden, umgeben von ausgedehnten Wäldern, die sich über die Hügel ziehen. Im Osten grenzt das Burgenland an die Gemeinde, wo die Raab in geschützten Altarmen fließt.
Die Wurzeln Fehrings reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde. Als landesfürstliche Gründung unterstand er lange der Verwaltung von Fürstenfeld, was ihm eine besondere rechtliche Stellung verlieh. Immer wieder litt der Markt unter kriegerischen Einfällen, etwa durch Heiduken oder Kurruzzen, und wurde von Bränden heimgesucht. Erst nach dem großen Brand von 1735 entstanden die heutigen gemauerten Häuser. Die Eisenbahn brachte im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung, als Fehring zum wichtigen Knotenpunkt zwischen Graz und Wien wurde.
Heute prägen historische Bauwerke wie die spätgotische Pfarrkirche mit ihrem barocken Neubau oder der mittelalterliche Tabor das Stadtbild. Die Fehringer Kellergasse mit ihren alten Weinkellern lädt zu Weinproben ein, während Naturschutzgebiete an der Raab seltene Tiere und Pflanzen schützen. Feste wie die Thermenland-Weintage oder das Most- und Jazz-Festival beleben den Hauptplatz, und die umliegenden vulkanischen Hügel bieten Wanderwege. Die Eisenbahn bleibt bis heute ein zentraler Bestandteil des Lebens in der Stadt.