Dormagen liegt linksrheinisch im nordrhein-westfälischen Rhein-Kreis Neuss, zwischen Düsseldorf und Köln. Die Stadt grenzt im Norden und Osten direkt an den Rhein, wo gegenüber Monheim am Rhein und Leverkusen liegen. Im Westen reicht sie bis zu Grevenbroich, Rommerskirchen und Pulheim, während im Süden Köln angrenzt. Die Landschaft gehört zur flachen Dormagener Rheinaue in der Kölner Bucht, wo bei klarem Wetter sogar das Bergische Land am Horizont sichtbar wird.
Der Name Dormagen geht auf den keltischen Begriff Durnomagus zurück und bedeutet etwa „Kiesfeld“. Erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Mittelsteinzeit, doch erst in der Eisenzeit entstanden hier feste Gehöfte mit Ackerbau und Getreideanbau. Die Römer errichteten später ein Kastell und eine Ziegelei, die Ziegel für die nahegelegene Colonia Claudia Ara Agrippinensium lieferte. Nach dem Rückzug der Römer prägten fränkische Einflüsse das Gebiet, bis sich im Mittelalter erste kirchliche Strukturen herausbildeten.
Heute ist Dormagen vor allem durch seine historische Verbindung zur Römerzeit bekannt, etwa durch die rekonstruierte Ziegelei oder das Mithräum. Die Pfarrkirche St. Michael geht auf einen Bau des 8. Jahrhunderts zurück, während die ehemalige Römerstraße Kölner Straße heute als Fußgängerzone dient. Die Stadt verbindet damit ländliche Rheinnähe mit industrieller Vergangenheit und moderner Infrastruktur.