Dívčice liegt in einer flachen Landschaft namens Zbudovská Blata, die zum Budweiser Becken gehört. Der Ort breitet sich auf einer Landbrücke zwischen mehreren Fischteichen aus, darunter Blatec, Černá und Nová. Ein kleiner Bach namens Olešník durchzieht das Gebiet. Im Westen verläuft eine Eisenbahnstrecke, die České Budějovice mit Plzeň verbindet, und am gegenüberliegenden Ufer des Černá-Teiches zweigt eine Nebenbahn nach Netolice ab. Nachbarorte sind unter anderem Strachovice im Norden und Libějovice im Westen.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1358, als eine Burg erwähnt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach, darunter die Herren von Vyhlavy und später die von Sudoměř. Diese prägten die Gegend durch den Ausbau von Fischteichen und die Einrichtung einer Brauerei. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben und verfiel. Später gehörte der Ort zur Herrschaft Frauenberg und wurde von den Fürsten zu Schwarzenberg erworben. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Dívčice zu einer eigenständigen Gemeinde.
Heute ist der Ort bekannt für seine Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Dorfplatz und die traditionellen südböhmischen Bauernhöfe im Barockstil. Ein modernes Zentrum bildet die Siedlung am Bahnhof, die durch einen Teich vom alten Dorf getrennt ist und heute Sitz der Gemeindeverwaltung ist. Die Umgebung mit ihren Teichen und Wäldern prägt das Bild der Gemeinde.